Wie Reiche denken und lenken (#ungleichheit #armut #reichtum http://critpsych.blogspot.com) WIE REICHE DENKEN UND LENKEN, Ueli Mäder im Gespräch mit Michaela Moser, 04.05.12, 19-21h Hauptbücherei am Gürtel, 1070 Wien, Urban-Loritz-Platz 2a

Die Armutskonferenz präsentiert und lädt herzlich ein:


Ueli Mäder im Gespräch mit Michaela Moser
Montag, 04. Juni 2012: 19:00 bis 21:00Uhr

Hauptbücherei am Gürtel, 1070 Wien, Urban-Loritz-Platz 2a

http://www.armutskonferenz.at/index.php?option=com_content&task=view&id=351&Itemid=343

Der Schweizer Soziologe Ueli Mäder beschäftigt sich seit vielen Jahren
mit sozialer Ungleichheit und Konfliktforschung. Nach mehreren
Armutsstudien beschäftigt er sich mit den gegenwärtigen Auswirkungen
und zukünftigen Konsequenzen der wachsenden Kluft zwischen Arm und
Reich in Europa. Jeder zehnte Milliardär der Welt wohnt in der
Schweiz. Die Vermögen der 300 Reichsten stiegen in den letzten 20
Jahren von 86 Milliarden auf 459 Milliarden Franken. Wer sind diese
Menschen? Wo und wie leben sie?

Mäder zeigt auf, wie dieser Reichtum entstanden und verteilt ist, wie
er sich erneuert, wie Reiche denken und lenken, wie sie soziale
Gegensätze wahrnehmen und wie Medien über Reiche berichten. Sein Blick
richtet sich dabei auf soziale Ungleichheiten, auf Kontinuitäten und
Wandel, auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Reichen, besonders
auch im Zusammenhang mit der globalen Finanzkrise. Was ist zu
erwarten, wenn sich die Situation sozial Benachteiligter weiter
verschärft und der Mittelstand erkennt, dass der Rückgang beim
Einkommen und das „Zurückbuchstabieren” des Vermögens auch sie betrifft?

Ueli Mäder studierte Soziologie, Psychologie und Philosophie und ist
Professor für Soziologie an der Universität Basel und an der
Hochschule für Soziale Arbeit mit den Arbeitsschwerpunkten soziale
Ungleichheit und Konfliktforschung. Zuletzt erschien das gemeinsam mit
Ganga Jey Ratnam und Sarah Schilliger verfasste Buch Wie Reiche denken
und lenken. Reichtum in der Schweiz: Geschichte, Fakten, Gespräche.

Michaela Moser ist Mitarbeiterin der Armutskonferenz und
Vizepräsidentin des European Anti Poverty Networks.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit den Büchereien Wien

http://www.armutskonferenz.at/index.php?option=com_content&task=view&id=351&Itemid=343

CfP Perspektiven auf soziale Ungleichheiten (#cfp #gesellschaft #sozialeungleichheit http://critpsych.blogspot.com) DIE GESPALTENE GESELLSCHAFT Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf alte und neue soziale Ungleichheiten Tagung 6. Dez. 2012 Johannes

Call for Papers
DIE GESPALTENE GESELLSCHAFT
Sozialwissenschaftliche Perspektiven
auf alte und neue soziale Ungleichheiten
Tagung
6. Dez. 2012
Johannes Kepler Universität Linz
Aktuelle politische, medial geführte sowie wissenschaftliche Debatten über
westeuropäische
Gesellschaften verweisen auf wachsende Spaltungs- und
Polarisierungstendenzen: Diagnostiziert
werden zunehmende ökonomische Ungleichheit, verschärfte Exklusions- und
Desintegrationsmechanismen sowie eine Krise des Wohlfahrtsstaates. Die
Bandbreite der
identifizierten Probleme reicht dabei von Umbrüchen sozialer
Sicherungssysteme, neuen prekären
Arbeits- und Lebenswelten, der Marginalisierung von MigrantInnen bis hin zu
Abstiegs- und
Positionsängsten in der sogenannten „Mitte“ der Gesellschaft.
Die gegenwärtige Wirtschaftskrise und die sich abzeichnenden
Krisenbewältigungsstrategien
lassen eine Vertiefung der gesellschaftlichen Spaltungen erwarten. Das
vermehrte (Wieder-)
Auftreten sozialer Bewegungen in den letzten Jahren und das Aufbrechen
gesellschaftlicher
Konflikte zeigen aber, dass die skizzierten Entwicklungen nicht so einfach
hingenommen werden.
Die Tagung „Die gespaltene Gesellschaft“ geht der Frage nach, wie sich die
postulierten
Spaltungen der Gesellschaft in der Realität manifestieren, wo ihr Ursprung
liegt, welche –
empirisch ablesbaren – Formen sie (u.a. in Österreich) annehmen, welche
Effekte sie zeitigen und
welche Perspektiven der „gespaltenen Gesellschaft“ entgegengesetzt werden
können.
Neben traditionellen klassen- und schichtungstheoretisch orientierten
Ansätzen sollen auch neue
ungleichheitsanalytische Perspektiven insbesondere auf Geschlecht, sexuelle
Orientierung,
Ethnizität, Alter und Prekarität präsentiert und diskutiert werden.
Abstracts zu folgenden Themen
sind besonders erwünscht:
- Neue theoretische Entwicklungen und Kontroversen der
sozialwissenschaftlichen
Ungleichheitsforschung (z.B. Theorien der Intersektionalität, Debatte um
die „Überflüssigen“
und Prekarität, Exklusionsbegriff, Transnationalisierung sozialer
Ungleichheit, neuere
Klassentheorien etc.) und aktuelle Diskurse aus den speziellen Soziologien
- Methodische und methodologische Herangehensweisen zur Erforschung von
sozialer
Ungleichheit
- Mechanismen der Stratifizierung in der österreichischen Gesellschaft
(z.B. Bildung, Arbeit,
Gesundheit, Sozialpolitik etc.)
Abstracts zu einer der genannten Themenstellungen sollen max. 300 Wörter
umfassen (inkl.
Name, Anschrift, E-Mail) und können bis 31. Mai 2012 per E-Mail an
ungleichheit[at]jku.at
übermittelt werden. Die Rückmeldung seitens des Organisationsteams erfolgt
bis Ende Juni.
Die Tagung wird von der Sektion Soziale Ungleichheit der Österreichischen
Gesellschaft für
Soziologie (ÖGS) in Kooperation mit dem Institut für Gesellschafts- und
Sozialpolitik und dem
Institut für Soziologie, Abteilung für Theoretische Soziologie und
Sozialanalysen, der Johannes
Kepler Universität veranstaltet.

Ausgabe des Journal f. Psychologie: Subjektivität und Technik bei Kindern (#technik #kinder #subjekt http://critpsych.blogspot.com) Journal für Psychologie mit dem Schwerpunkt “Material Girl Boy: Intersubjektivität und Technik im alltäglichen Leben v

Soeben erschienen ist die 1. Ausgabe des Jahrgangs 2012 des Journal für
Psychologie mit dem Schwerpunkt “Material Girl_Boy: Intersubjektivität und
Technik im alltäglichen Leben von Kindern”, herausgegeben von Niklas A.
Chimirri und Ernst Schraube (beide Roskilde Universität, Dänemark).

Kinder führen ihr alltägliches Leben in einer Welt der Technik: Von Geburt
an sind sie umgeben von materiellen Dingen – Kleidung, Spielsachen, Räume,
Apparate, elektronische Geräte usw. –, und durch und mit diesen Dingen
erkunden sie die Welt. Untrennbar damit verwoben ist die Erkundung der Welt
mit und durch Andere: Geschwister, Eltern, FreundInnen, ErzieherInnen,
LehrerInnen, fiktionale Figuren usw. kommen den Kindern über die Dinge
näher, unterstützen sie in ihren Entdeckungsbestrebungen, erforschen
gemeinsam mit ihnen die materielle und technische Welt. In dieser
Wechselseitigkeit von Dinglichem und Zwischenmenschlichem zeigt sich die
grundlegende sozio-materielle Vermitteltheit des kindlichen Lernens und der
menschlichen Entwicklung.

Ein solches Verständnis steht im Widerspruch zum Individualismus und der
“Weltlosigkeit” experimentalwissenschaftlich vorgehender, klassischer
Psychologie. Vielmehr verlangt es nach Theorien, Konzepten und Methoden,
die die “Welthaftigkeit” menschlicher Existenz systematisch denkbar und
erforschbar machen. Mensch und Welt können dabei nicht als statische
Entitäten betrachtet werden: Das Lernen und die Entwicklung des Menschen in
der Welt ist eine Entwicklung menschlicher Beziehungen zur Welt. Die Welt
selbst steht dabei ebenfalls nicht still: Sie verändert sich und wird
verändert. Entsprechend muss das Verhältnis zwischen Kindern und
sozio-materieller Welt als ein wechselseitig sich beeinflussender,
dynamischer Prozess aufgefasst werden. Die Beiträge dieses
Schwerpunktheftes bauen auf dieser Einsicht auf und argumentieren für eine
kontextuelle Kinderforschung und die Entwicklung situierter Erkenntnis;
eine Erkenntnis, die versucht, aus dem Subjektiven und Partikulären
allgemeine und verallgemeinerbare Einsichten zu gewinnen.

Forschung zum Verhältnis von Kindern und Technik kann vor diesem
Hintergrund ihren Ausgangspunkt nur im alltäglichen Leben der Kinder selbst
nehmen, in den Erfahrungen, die sie konkret mit Anderen und den materiellen
Arrangements machen. Das bedeutet, den Blick auf die Handlungen der Kinder
zu richten und darauf, wie diese Handlungen auf die sie umgebenden Menschen
sowie materiellen Gegebenheiten gerichtet sind. Um die “Welthaftigkeit” des
alltäglichen Lebens der Kinder einbeziehen zu können, bedarf es daher einer
Forschung, die Kinder als Handelnde versteht und die sie als aktive
Mitglieder und Mitwirkende in ihren sozialen Welten ernst nimmt. Es bedarf
der Perspektive der Kinder auf ihre alltägliche Welt, um in Bezug auf
Kinder in der Welt etwas aussagen zu können.

Die Beiträge dieses Schwerpunktheftes versuchen eine Kinderforschung zu
etablieren, die zu einer sozialen Selbstverständigung über
die Möglichkeiten und Grenzen von Alltagstechnologien für die Entwicklung
kindlicher Handlungsfähigkeit beitragen kann, und sie unterstreichen die
Relevanz sowie die Herausforderungen einer Forschung, die die Perspektive
der Kinder auf ihren Alltag wirklich ernst nimmt.

Inhalt

Editorial: Intersubjektivität und Technik mit Kindern erforschen

Ernst Schraube und Niklas A. Chimirri

www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/111

Kinderperspektiven: Partizipation in gesellschaftlicher Praxis

Charlotte Højholt

www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/112

Mit Kindergartenkindern Medientechnologien ergründen: Alltägliche
Lebensführung und subjektwissenschaftliche Technikforschung

Niklas A. Chimirri

www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/113

Aesthetic Play: The Meaning of Music Technologies for Children’s Development

Jytte Bang

www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/114

Ethnographische Methoden zur Erforschung der Medienaneignung in
Kindertagesstätten

Katrin Hoffmann und Sarah Steiger

www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/115

How Things Matter in Everyday Lives of Preschool Age Children:
Material-Semiotic Investigations in Psychology and Education

Michalis Kontopodis

www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/116

Das Ich und der Andere in psychologischer Technikforschung

Ernst Schraube

www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/117

Wie immer sind die Texte in Open Access abrufbar, unter
www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp

Vortrag: “Geil auf Gewalt” (#gewalt #maennlichkeit #whiteribbon http://critpsych.blogspot.com) Zur Ökonomie des Hasses in der (männlichen) Adoleszenz. White Ribbon Gender Talk

Geschlechter-(Re)Produktion: Eine feministische Kritik der politischen Ökonomie (#feminismus #oekonomie #iwk http://critpsych.blogspot.com) 16.5.12 Gabriele Michalitsch (Wien)

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IWK* * INSTITUT FÜR WISSENSCHAFT UND KUNST

— ob’-Modus *des Deutens als *um die

Frauen gegen Aufsichtsräte statt Frauen in die Aufsichtsräte (#zeltstadtderfrauen #attac #antikapitalismus http://critpsych.blogspot.com)

Attac-Slogan: “Frauen in die Aufsichtsräte”. Damit dürfte zur
antikapitalistischen Kompetenz dieser Organisation wohl alles gesagt
sein… (Gesehen auf der Zeltstadt der Frauen, 12.5.12, Wiener Ringstraße).
Alternative: Frauen gegen Aufsichtsräte!